Doce Pares Eskrima / Eskrido / Pangamut

(nach Ciriaco “Cacoy” Canete)


Geschichte

Der Doce Pares Club wurde am 11. Januar 1932 von einer kleinen Gruppe Arnis Meister, geführt von Eulogio Cañete, Lorenzo Saavedra und Teodoro Saavedra (ehemals Mitglieder des 1920 gegründeten Larong Fencing Club) ins Leben gerufen.

Der Name Doce Pares (Spanisch für „12 Paare“) hat eine vielschichtige Bedeutung:
Zum einen wurde er in Anlehnung an die berühmten französischen „Zwölf Paare“ – den Bodyguards von Karl dem Großen (AD 768-814), die allesamt hervorragende Schwertkämpfer waren – gewählt.
Ferner sollte es die zwölf 12 Gründungsmitglieder ehren, die den Doce Pares Club ins Leben riefen.
Eher zufällig, aber dennoch sehr passend, erhöhte sich die Zahl der ersten Mitglieder bis zur offiziellen Anerkennung des Clubs am 21. Januar auf 24 (12 Paare).

Heutzutage werden zwei Hauptrichtungen des Doce Pares unterschieden:

– Das Cacoy Doce Pares von Ciriaco „Cacoy“ Cañete
– Das Doce Pares Multi-Style von Dionisio „Diony“ Cañete, welcher sich weitgehend an die Lehrmethoden seines Vaters Eulogio hält.

Andere, ursrpüngliche Systeme des Doce Pares wie das San Miguell Eskrima, werden heute auch (wieder) als eigenständige Stile unterrichtet.

Die großen Stile, die in das Doce Pares eingeflossen sind, sind:
     Larga Mano von Eulogio Cañete
     Espada y Daga von Felimon Cañete und Jesus Cui;
     Corto Linear von Teodoro Saavedra;
     Corto Orihinal und Media Largo von Felimon und Iluminado Cañete;
     Hirada und Retirada von Vicente Carin und Ponciano Ybañez;
     Mano-Mano und Baraw von Maximo Cañete und Jesus Cui;
     Corto Kurbada und Abaniko von Ciriaco und Felimon Cañete

Das Cacoy Doce Pares untergliedert sich in die Elemente Eskrima, Pangamot und Eskrido.

Der Eskrima Teil des Systems beschäftigt sich vorzugsweise mit dem Corto Kurbada Stil. Dieser wurde von Ciriaco „Cacoy“ Canete seit den 50er Jahren entwickelt und ist hochspezialisiert auf effizienten Kampf in der Nahdistanz. Die Stärke des Stils liegt in den schwer zu blockenden “curved strikes”; kurzen aus dem Handgelenk gedrehten  Schlägen. Die weiteren Eskrima-Elemente wie Medio und Largo, Espada y Daga, Baraw und Pinki-Pinki (Doppelstock) stellen mehr einen Randbereich oder ergänzende Trainingsmethoden dar.

Das Pangamot ist das waffenlose System im Cacoy Doce Pares und lehrt die unbewaffnete Verteidigung gegen einen bewaffneten oder auch waffenlosen Angreifer.

Im Eskrido – einer weiteren Entwicklung von GM Cacoy – werden Methoden und Techniken aus Eskrima, Kodokan Judo, Aikido sowie Aspekte aus anderen Kampfkünsten zu einer harmonischen Einheit verbunden.